Melisa Erkurt und die „Chefredaktion“

Mrz 1, 2021Personen und Persönlichkeiten0 Kommentare

Die Journalistin und Buchautorin Melisa Erkurt hat ein neues, inklusives Medienprojekt auf Instagram gestartet: Die Chefredaktion. Zu diesem Projekt und einigen anderen Themen habe ich sie interviewt – und zwar für die März-Ausgabe der Salzburger Straßenzeitung Apropos.

Salzburg, 2019

Meine erste Begegnung mit Melisa Erkurt hatte ich bei der Abschlussveranstaltung des Dialogjahrs 2019. Ich durfte ein Panel moderieren, wo ich mit ihr, Landesrätin Andrea Klambauer und Gemeinderat Tarik Mete eine dialogische Bestandsaufnahme zum Integrationsdialog machte. „Im Alltag angekommen?“ lautete die Frage. Ich kannte ihre Kolumnen aus dem Falter und der taz, wo sie sich speziell mit Benachteiligungen im Bildungswesen auseinandersetzt. Bei der Veranstaltung vertrat sie ihre Standpunkte kompetent, klar und authentisch und konnte auch viel zur Rolle der Medien im Migrationsdiskurs sagen.

Generation Haram, 2020

Im darauffolgenden Jahr erschien Melisa Erkurts Buch „Generation Haram“. Darin berichtet sie ihre Erfahrungen als Schülerin und Lehrerin mit Migrationsgeschichte und zeigt auf, wie unser Bildungssystem Menschen ihrer Biografie systematisch zu Verlierer:innen macht. Erschütternd, ehrlich und offen – ein absoluter Lesetipp. Melisa Erkurt war nicht nur selbst ein Jahr Gymnasiallehrerin, sie hat auch jahrelang ein Schulprojekt des Migrantenmagazins biber geleitet. Im Rahmen dieses Projekts war sie an vielen Schulen zu Gast und konnte zahlreiche Eindrücke sammeln, die sie in ihrem Buch verwertet hat.

Die Chefredaktion, 2021

Für das Nachwuchsprogramm Biber Newcomer Network  (BNN) des Magazins biber hat sie im Jänner ein neues Projekt gestartet: Die Chefredaktion. Die Beiträge der Chefredaktion werden von und für junge Menschen gemacht und ausschließlich auf Instagram veröffentlicht. Melisa Erkurt verfolgt hier einen neuen, inklusiven Journalismus-Ansatz, wo alle Interessierten mitmachen können. Vor allem junge Menschen mit Diskriminierungserfahrungen sollen zu Wort kommen. In der Chefredaktion soll die Diversität gelebt werden, die in herkömmlichen Medien zu kurz kommt. Spannend!

Wer mehr darüber wissen möchte, kann das Interview in der aktuellen Ausgabe der Salzburger Straßenzeitung Apropos nachlesen.

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